Schriftgröße:
Farbkontrast:

Polizeiliche Bearbeitung von Jugendsachen

Polizeiliche Bearbeitung von Jugendsachen

Polizeiliche Bearbeitung von Jugendsachen - Grundlegende Einführung mit drei Schulungssachverhalten

HANDREICHUNG FÜR ABSOLVENTEN DER SOZIALEN ARBEIT
- Polizeiliche Bearbeitung von Jugendsachen -


In vielen Lehrbüchern für die Einführung in die Soziale Arbeit wird die Arbeit der Polizei sehr knapp und inhaltlich nicht tiefgreifend dargestellt. Dies ist u. a. deshalb bedauerlich, weil strafrechtliche Ermittlungsvorgänge grundsätzlich ihren Beginn bei der Polizei nehmen. Bei der Polizei werden Maßnahmen getroffen,die entscheidenden Einfluss auf das weitere Verfahren haben (Durchsuchung, Sicherstellung, Vorladung, Vernehmung, Erzieherisches Gespräch u.s.w.). Erst nach der polizeilichen Intervention werden weitere Institutionen (Staatsanwaltschaft, Jugendhilfe, Jugendgerichtshilfe, Täter-Opfer-Ausgleichsstellen,u. a.) informiert.
Das Kennenlernen der Aufgabengebiete und der Arbeitsweisen aller Professionen helfen Vertrauen auf- und Vorbehalte abzubauen. Zudem hat sich gezeigt, dass vermeintlich einfache Begriffe z. B. „ErzieherischesGespräch", „Ersttäter", „Intensivtäter", oder „hinreichender Tatverdacht" immer wieder von den Akteuren unterschiedlich interpretiert werden, was zu Konflikten oder zumindest Missverständnissen führen kann. Zudem werden innerhalb der Polizei bundesweit unterschiedliche Begriffe für die formell gleiche Maßnahme benannt, z. B. „Normenverdeutlichendes Gespräch" in Berlin und „ErzieherischesGespräch" in Niedersachsen.

Ziel dieser Handreichung
ist die Darstellung der polizeilichen Vorgangsbearbeitung in eher einfachen und rechtlich klaren Fällen bis zur Abgabe an die Staatsanwaltschaft, um die Arbeitsweise der Polizei transparent zu machen. Hiermit soll ein weiterer Beitrag zur praktischen Zusammenarbeit geleistet werden.
Ziel dieser Handreichung ist nicht, das Strafgesetzbuch, die Strafprozessordnung oder die speziellen niedersächsischen Erlasse oder juristische Detailfragen umfassend zu erläutern.

In der Handreichung sind drei beispielhafte Sachverhalte mit Formularen der Polizei Niedersachsen dargestellt:

Die Formulare in dieser Handreichung stammen aus der Schulungsdatenbank des niedersächsischen Vorgangsbearbeitungssystems (VBS NIVADIS).

Die Darstellungen (Sachverhalte) sind frei erfunden, sind aber in ähnlicher Form vorgekommen. Die Örtlichkeiten wurden verfremdet oder es wurden zentrale Orte in Hannover gewählt, an denen sich Dienstgebäude befinden. Das PK Weststadt und die Namen der eingesetzten Polizeibeamten existieren derzeit nicht (außer KHK Maronde und KHK Brandes). Die Postleitzahlen stimmen oftmals mit den Orten absichtlich nicht überein. Mit diesen Maßnahmen möchten die Verfasser möglichst alle möglichen Zufälle ausschließen, die auf eventuell tatsächlich real existierende Personen oder Sachverhalte schließen lassen. Lediglich das Landeskriminalamt Niedersachsen ist mit Anschrift, Telefon- und Faxnummer real dargestellt, dazu wurden technisch bedingt die korrekten Anschriften der PI Mitte, der Staatsanwaltschaft Hannover und des Jugendamtes der Region Hannover verwandt.

Diese Handreichung wurde an alle niedersächsischen Universitäten, Fach- und Hochschulen mit der Fachrichtung "Soziale Arbeit" versandt.

Impressum
Landeskriminalamt Niedersachsen
Zentralstelle Jugendsachen
Doris Piszczan-Präger, Olaf Maronde, Otmar Brandes
0511 / 262623244

Übersicht