Schlag gegen Rauschgifthandel: Waffen, Drogen und Bargeld sichergestellt


Dem Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen ist - mit Ermittlern der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift" und Unterstützung anderer Dienststellen - ein erfolgreicher Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität gelungen. Dabei wurden unter anderem rund 20 Kilogramm Marihuana, fast zwei Kilogramm Kokain/Amphetamin, fünf scharfe Kurz- und drei scharfe Langwaffen sowie rund 165tausend Euro Bargeld sichergestellt.

 
 

Mehr als 450 Einsatzkräfte der Polizeidirektionen Hannover, Göttingen, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück sowie der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) hatten Mittwochmorgen zeitgleich 57 Wohnungen und ein türkisches Café in der Stadt und der Region Hannover sowie in Nienburg und Südniedersachsen durchsucht. Vorausgegangen waren monatelange verdeckte Maßnahmen der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift" des LKA und des Zollfahndungsamtes Hannover sowie der ZKI der Polizeidirektion Hannover. So konnten Strukturen des illegalen Rauschgifthandels mit einem Schwerpunkt in Vahrenheide aufgehellt werden.

Im Vorfeld des Großeinsatzes waren Haftbefehle durch das Amtsgericht Hannover gegen fünf Beschuldigte ergangen. Der 28-jährige Hauptbeschuldigte soll mit Hilfe niederländischer und spanischer Lieferkontakte seit mindestens drei Jahren Drogen nach Deutschland eingeführt und dann Abnehmer unter anderem in der Stadt und im Großraum Hannover beliefert haben. Dabei ließ er sich das Rauschgift offenkundig in Paketen an verschiedene unverdächtig erscheinende Anschriften schicken. Die Ermittler gehen davon aus, dass er so mehr als zwei Tonnen Betäubungsmittel (insbesondere Marihuana) eingeführt hat. Seine Rauschgiftgeschäfte soll der 28-Jährige überwiegend über ein von der Familie betriebenes Café in Vahrenheide abgewickelt haben. Selbst die Postanschrift eines Fußballvereins wurde genutzt, um die Drogenpakete in Empfang zu nehmen.

Die Ermittlungen dauern weiter an.


Matthias Eichler

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Landeskriminalamt Niedersachsen
Am Waterlooplatz 11 | 30169 Hannover
Telefon: +49 511 26262-6301
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E-Mail: pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de

 

Presseinformation Nr. 10

10.05.2019

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