Kirchlinteln/Bremen: Betrüger nach "Enkeltrick" gesucht!

Eine 78-jährige Frau aus dem Ortskern Kirchlinteln ist am Donnerstagvormittag Opfer von Betrügern geworden und verlor dabei einen Betrag von mehr als 10.000EUR. Eine bislang unbekannte Frau nutzte eine bekannte Masche und gab sich am Telefon als Verwandte der 78-Jährigen aus und bat um Geld für einen Wohnungskauf.

In mehreren Abhebungen bei verschiedenen Bankfilialen besorgte die Frau die Geldsumme für ihre angebliche Verwandte, im Glauben dieser in ihrer finanziellen Not zu helfen. Erst kurz nach der Geldübergabe an einen derzeit unbekannten Mann, kam der 78-Jährigen der Verdacht, dass Betrüger am Werk waren. Die Ermittlungen wurden von der Polizei Verden sofort aufgenommen und dauern derzeit an.

Mögliche Zeugen, die am Donnerstagvormittag bis in den Mittag verdächtige Umstände oder Beobachtungen gemacht haben, werden unter 04231/8060 um Hinweise an die Ermittler beim Zentralen Kriminaldienst in Verden gebeten.

Bei der Polizei gingen am Donnerstag mehrere Hinweise auf eine derartige Masche der Täter ein. Nachdem in den letzten Monaten zunehmend die Masche der falschen Polizeibeamten genutzt wurde, um Wertgegenstände der Menschen zu erlangen, wird aktuell auch der sogenannte "Enkeltrick" wieder von den Tätern genutzt.

Dabei spielen die Betrüger mit einer geschickten Gesprächsführung den Angerufenen vor, ein Verwandter oder sogar entfernte Bekannte zu sein und dringend finanzielle Hilfe zu benötigen. Um die Angerufenen zu einer größeren Geldübergabe zu bewegen, wird der Kauf einer Immobilie, der kurz bevorsteht oder eine andere Notlage als Grund genannt.

Die Täter bauen grundsätzlich Zeitdruck gegenüber dem Angerufenen auf und rufen häufig mehrfach in kurzen Zeitabständen an. Bei einem solchen Telefonat sollte die Rufnummer des Anrufers mit der bekannten Nummer des Angehörigen verglichen werden. Anschließend sollte das Gespräch beendet und die Polizei direkt informiert werden. Ein eigenständiger Anruf bei dem Angehörigen unter den altbekannten Rufnummern und ein Gespräch mit anderen Verwandten oder einer Vetrauensperson kann helfen, Gewissheit über den falschen Anruf zu erlangen. Eine Übergabe von Geld oder Wertgegenständen an unbekannte Dritte sollte in keinem Fall erfolgen.

Opferhilfeorganisationen wie der Weisse Ring können auch kurzfristig Hilfestellungen geben, die nicht nur im Durchsetzen der Opferrechte liegen.

Jedoch sollte immer, auch wenn die Täter nur einen Versuch unternommen haben, die örtliche Polizeidienststelle informiert werden.

Hinweise an:

Polizei Verden

Tel: 04231 / 8060

Artikel-Informationen

23.09.2019

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