Organisierte Kriminalität - Ergebnisse der Durchsuchungs- und Festnahmeaktion des LKA Niedersachsen

LKA-Präsident de Vries: „Diese Festnahmen sind ein deutliches Signal an international

agierende Straftäter -- Wir sind da! Die internationale Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden funktioniert."

Die „Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER)", bestehend aus Ermittlern des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen und des Zollfahndungsamtes (ZFA) Hannover, vollstreckte in den Morgenstunden des 3. März, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hannover, 65 Durchsuchungsbeschlüsse und 20 Haftbefehle. Zudem wurden mehr als 100 Kilogramm Rauschgift und diverse Waffen sichergestellt. Insgesamt konnten Vermögenswerte von ca. 1,3 Millionen Euro gesichert werden. Dazu zählten neben hohen Bargeldsummen auch Fahrzeuge, Schmuck, Uhren und ein Sportboot. Vorangegangen waren monatelange verdeckt geführte Ermittlungen.

Das Verfahren richtet sich gegen eine organisiert agierende Tätergruppierung aus dem Raum Hannover, die mindestens seit Dezember 2017 eng mit anderen Beschuldigten aus Hamburg, Halle (Sachsen-Anhalt), Spanien und den Niederlanden im Bereich der Einfuhr von großen Mengen Marihuana, Haschisch und Kokain agierte.

„Insbesondere der Rauschgifthandel ist nach wie vor eine der lukrativsten Gewinnquellen des organisierten Verbrechens. Die Täter sind international vernetzt - die Strafverfolger dürfen ihnen insoweit in nichts nachstehen. Die Zusammenarbeit mit den Ermittlern der Nachbarstaaten ist deshalb entscheidend für die Bekämpfung der Hintermänner", sagt der Erste Staatsanwalt Oliver Eisenhauer von der Staatsanwaltschaft Hannover.

Den insgesamt mehr als 40 Beschuldigten wird vorgeworfen, in wechselnder Beteiligung Betäubungsmittel im Tonnen-Bereich in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt zu haben. Diese wurden über Lieferschienen aus Südeuropa mittels LKW transportiert und im Inland einem festen Kundenstamm zur Verfügung gestellt. Die Beschuldigten unterschiedlichster Nationalitäten im Alter von 27 bis 60 Jahren haben zu großen Teilen bereits erhebliche Vorerkenntnisse in diesem Deliktsbereich und teilweise schon längere Haftstrafen verbüßt.

Neben der Einfuhr immenser Mengen an Cannabisprodukten stehen die Beschuldigten auch im Verdacht, im erheblichem Umfang Kokain aus Südamerika, überwiegend über die europäischen Großhäfen, eingeschmuggelt und damit Handel betrieben zu haben. Zudem wird ihnen der Handel mit Schusswaffen vorgeworfen.

„In einer seit Monaten intensiv vorbereiteten Aktion ist unseren Ermittlerinnen und Ermittlern ein empfindlicher Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel gelungen", sagt de Vries. An der Durchsuchungs- und Festnahmeaktion waren mehr als 1000 Einsatzkräfte, bestehend aus Ermittlern und Spezialeinheiten des LKA Niedersachsen, des ZFA Hannover, der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen und der Polizeidirektion Hannover beteiligt. Hinzu kamen Kräfte des Polizeipräsidiums Hamburg, Bremen, Nordrhein-Wesfalen, Sachsen-Anhalt, der Polizeidirektion Halle sowie der lettischen Staatspolizei.


Rückfragen an:


Oliver Eisenhauer

Staatsanwaltschaft Hannover

Erster Staatsanwalt

Telefon: 0511/347-5135

E-Mail: STH-B-Pressestelle@justiz.niedersachsen.de


Katrin Gladitz

Landeskriminalamt Niedersachsen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 0511/26262-6301

E-Mail: pressestelle@lka.polizei.niedersachsen.de

Presseinformation Nr. 05

04.03.2021

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