Forschungsprojekt „SINN“
Sicherheit im niedersächsischen Nahverkehr – SINN
Seit Juni 2026 wird das Forschungsprojekt SINN – Sicherheit im niedersächsischen Nahverkehr – durch die Kriminologische Forschungsstelle im Dezernat „Forschung / Prävention / Jugend“ des LKA Niedersachsen durchgeführt.
Auslöser für das Projekt waren Ergebnisse der niedersächsischen Dunkelfeldstudie, denen zufolge das Unsicherheitsgefühl im Kontext des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), insbesondere nachts und an Haltestellen, sehr hoch ist. 59,4 % der Befragten gaben an, sich nachts in den Fahrzeugen des ÖPNV eher unsicher oder sehr unsicher zu fühlen. An Haltestellen ist der entsprechende Wert sogar bei 65,5 %. Wenngleich das Unsicherheitsgefühl im Zusammenhang mit dem ÖPNV überall im Land vergleichsweise hoch ist, unterscheidet es sich doch stark nach Regionen.
Im Projekt soll deshalb in verschiedenen Untersuchungsstädten (Braunschweig, Hannover, Osnabrück) in Kooperation mit den Verkehrsbetrieben die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden im ÖPNV untersucht werden. Neben einer ausführlichen Beschreibung der Lage, die Daten aus dem Hell- und dem Dunkelfeld zusammenbringt, steht vor allem eine Befragung von Fahrgästen im Fokus. In dieser Befragung sollen Maßnahmen zur Erhöhung des Sicherheitsgefühl bewertet und Treiber für Unsicherheit identifiziert werden. Schließlich sollen Haltestellen, die als besonders unsicher empfunden werden, mit den Methoden und der Expertise des Kompetenzzentrums Urbane Sicherheit (KURBAS) des LKA Niedersachsen analysiert werden, um zu überprüfen, wo Unsicherheitsgefühle entstehen und wie diese reduziert werden können.
Mit ersten Ergebnissen des Projekts ist 2028 zu rechnen.