MISSBRAUCH TÖTET KINDERSEELEN!

Mädchen Mann

Sexueller Missbrauch kann mit und ohne Körperkontakt stattfinden. Somit fallen z. B. auch das „Zeigen" und „gemeinsame Betrachten" pornografischer Bilder und exhibitionistische Handlungen darunter. Die häufigsten Formen des sexuellen Missbrauchs sind jedoch Berührungen im Intimbereich sowie orale, vaginale oder anale Vergewaltigungen.

Ein Großteil der Täter stammt aus dem sozialen Umfeld der Kinder (Familie, Bekannte, Freunde, Sportverein usw.). Ist der Täter fremd, versucht er oft vor Beginn der Tathandlungen, sich das Vertrauen des Kindes geduldig zu erschleichen! Missbrauchsmöglichkeiten werden von den Tätern häufig geschickt geplant bzw. geschaffen (Spiel, Sport, Betreuung, usw.).

Eltern, Lehrer und Erziehungsverantwortliche reagieren sehr unterschiedlich, wenn sie mit sexuellem Kindesmissbrauch konfrontiert werden bzw. davon aus den Medien erfahren. Manche reagieren einfach mit Entsetzen und Wut, andere sind unsicher, überfordert und ratlos. Die Folge ist, dass diese Straftaten oftmals verschwiegen oder verdrängt werden, anstatt die Täter polizeilich anzuzeigen.

Viele Fragen zur Sicherheit der Kinder bleiben offen. Deswegen ist es für ein richtiges Handeln im Verdachtsfall besonders wichtig, dass Eltern und Erziehungsverantwortliche umfassend zum Thema „Sexueller Missbrauch von Kindern" informiert sind.



Informationen und Tipps für Eltern und Erziehungsverantwortliche:


Schützen und stärken Sie Kinder mit folgenden Botschaften:

  • Du kannst immer „NEIN!" sagen! Wenn du etwas unangenehm, komisch, falsch oder schmerzhaft empfindest, sag klar und entschieden, dass du das nicht willst! Du brauchst nichts zu tun, was dir nicht gefällt! Kinder die „Nein" sagen und entsprechend handeln, werden seltener Opfer von Missbrauch.
  • Du „VERPETZT" niemanden! Wenn du etwas weitererzählst, was dir schlechte oder unangenehme Gefühle gemacht hat, verhälst du dich richtig! „Böse" Geheimnisse sind keine Geheimnisse und dürfen offenbart werden! Kinder dürfen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Dinge berichten, unter denen sie leiden. Im Gegenteil: sie sollen erfahren, dass es der richtige Weg zur Lösung ihres Problems ist.
  • Du kannst „HILFE" holen! Wenn du allein nicht weiterweißt, hole dir Hilfe! Überlege dir vorher, wem du dich anvertraust und wer dir bei deinem Problem am besten helfen kann! Neben den Eltern können es auch andere Erwachsene oder Freunde sein!


Weitere Tipps und Informationen:

  • Altersgerechte Aufklärung ist sinnvoll, damit Kinder Situationen einschätzen und erklären können!
  • Kindes-Missbrauch sollte kein Tabu-Thema in der Familie sein - das erzeugt Vertrauen bei Kindern sich im Bedarfsfall zu öffnen!
  • Kinder können Missbrauchsverhalten nicht allein beenden - sie benötigen unbedingt Hilfe!


Fragen Sie in Schulen und anderen Einrichtungen z. B. Folgendes:

  • Unterzeichnen Kinder-Betreuende einen Ehrenkodex oder eine Verpflichtungserklärung mit konkreten Regeln für den Umgang mit Kindern?
  • Müssen Mitarbeitende ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen?
  • Bestehen Leitlinien zum Vorgehen in Verdachtsfällen?


Den besten Schutz vor sexuellem Missbrauch bei Kindern bieten ein gutes Selbstbewusstsein, Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit und das Wissen darum, dass Kinder das Vertrauen ihrer Eltern haben und immer Hilfe erwarten können.


Weitere Informationen finden Sie hier


Artikel-Informationen

07.02.2019

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