Organisation, Aufgaben und Personal

Im Landeskriminalamt Niedersachsen war zum 01.01.2006 in der Abteilung 3 (Analyse, Ermittlung, Prävention) eine „Kriminologische Forschungsstelle" (KFST) eingerichtet worden. Aufgrund der Ergebnisse der Evaluation der polizeilichen Umorganisation des Jahres 2006 wurde die KFST ab dem 01.08.2009 mit dem für „Polizeiliche Kriminalstatistik" verantwortlichen Bereich zusammengelegt und bildet seitdem die unmittelbar der Behördenleitung zugeordnete Organisationseinheit „Kriminologische Forschung und Statistik" (KFS), die Forschungsstelle hat hier den Status eines Sachgebiets.

Die KFST hat die Aufgabe, praxisbezogene kriminologische Forschung zu betreiben und wissenschaftliche Beratung aller Ebenen der Landespolizei bei kriminologischen Fragestellungen zu gewährleisten.

Ziel der Forschung ist das

  • zeitnahe Erkennen von Veränderungen der Kriminalitätsentwicklung.
  • Erarbeiten von Konzepten, um erkannten Trends / Entwicklungen adäquat begegnen zu können.
  • Prüfen von Projekten / Vorhaben der Landespolizei auf Umsetzungsbedingungen, Wirksamkeit und Nachhaltigkeit (Evaluation).
  • Auseinandersetzung mit aktuellen und relevanten Phänomenen der Kriminalität.
Zu diesem Zweck werden Kooperationen mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen angestrebt und durchgeführt.

Eine Daueraufgabe besteht in der Bewertung der PKS-Ergebnisse. Die Daten und Tabellen werden auf signifikante Entwicklungen hin überprüft. In Zusammenarbeit mit den Analysesachgebieten des LKA und den Regionalen Analysenstellen der anderen Polizeibehörden werden Erklärungsansätze gesucht und Lagebildern oder anlassbezogenen Ausarbeitungen dargestellt.

Eine weitere Daueraufgabe ist die Auseinandersetzung mit Fragen der zukünftig zu erwartenden Kriminalität. Hierfür werden sowohl statistisch-mathematische als auch qualitative Verfahren herangezogen.

Die KFST ist derzeit mit sieben ständigen Mitarbeitern ausgestattet: Es handelt sich dabei um drei Wissenschaftler und vier Polizeivollzugsbeamte, die teilweise ebenfalls eine akademische Ausbildung aufweisen. Daneben werden eine studentische Unterstützungskraft sowie ständig zwei bis vier Praktikanten / Hospitanten sowohl aus dem akademischen wie aus dem polizeilichen Bereich in die Arbeit einbezogen.

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