WARNUNG VOR FAKESHOPS

Frau an Tür

Bildrechte: ©Mic/LKA NI

Bei Fakeshops handelt es sich um gefälschte Online-Verkaufsplattformen, über die die betroffenen Kunden auf unterschiedlichen Wegen betrogen werden.

Die Betrüger kopieren Onlineshops namhafter und qualitätsorientierter Hersteller oder erstellen eigene Onlineshops mit deren Markenartikeln.

„Design und Domainname" sind oft zum Verwechseln ähnlich und auf den ersten Blick meist nicht zu erkennen. Es werden aber auch Domainnamen verwendet, die keinerlei Bezug zur der angebotenen Ware haben. (z.B. Modeartikel auf einer ehemaligen Webseite eines Architekturbüros wie www.architekturbuero-xy.de). Die Waren reichen von Bekleidung, Schmuck und Unterhaltungselektronik bis hin zu den verschiedensten Haushaltsgeräten.

In der Regel kommt es bei Fakeshops zu keiner Lieferung von Waren, obwohl der Betrag per Vorkasse oder Kreditkarte bezahlt und abgebucht wurde. In anderen Fällen werden minderwertige Produktfälschungen geliefert, die nicht der bestellten Waren entsprechen.


Das Schließen eines aufgedeckten Fakeshops kann je nach Webhoster und Land bis zu einigen Wochen andauern. Solange können die Betrüger weiterhin agieren.

Der finanzielle Schaden kann für den Einzelnen je nach bestellter Ware immens hoch sein. Ebenso wird gerade bei kleineren Beträgen oft keine Anzeige erstattet, da man diese Erfahrung als „Lehrgeld" empfindet oder sich für die Tatsache schämt, auf die Masche der Täter hereingefallen zu sein.

Zudem kommt noch ein möglicher Missbrauch der hinterlegten Zahlungsdaten (z.B. bei Zahlung per Kreditkarte) in Betracht.


Tipps und Informationen zum Schutz vor Fakeshops:

  • Die Produkte werden ungewöhnlich günstig angeboten.
  • Die Produkte sind immer oder gerade noch verfügbar (z.B. „nur noch 2 Artikel auf Lager").
  • Das Impressum ist unvollständig oder nicht vorhanden.
  • Zahlreiche Fehler in der Rechtschreibung und Grammatik sind häufig festzustellen. Die Texte klingen nach Übersetzungsprogramm.
  • Fehlerhafte AGB (nicht in Deutsch oder wurden von Fremdseiten kopiert).
  • Bereiche der Internetseite sind ungenutzt oder enthalten themenfremde Fülltexte.
  • Der Domainname unterscheidet sich vom echten Hersteller.
  • Der Domainname hat nichts mit dem angebotenen Produkt zu tun (siehe oben).
  • Die Ware ist in der Regel nur gegen Vorkasse oder per Kreditkarte erhältlich.
  • Sprachgebrauch bei Kontakten nur auf Englisch oder in schlechtem Deutsch. Die Texte klingen nach Übersetzungsprogramm.
  • Es existiert keine korrekte Bestellbestätigung.
  • Bankverbindungen wirken nicht geschäftlich, sondern eher wie Privatkonten.
  • ein https ist kein Sicherheitsmerkmal für Seriosität.
  • Logos anderer Anbieter (wie z.B. Facebook, Twitter, Instagram) sind nur hineinkopiert und sollen Fanseiten vortäuschen. Gleiches gilt auch für „Gütesiegelanbieter", Transportdienste (wie z.B. DHL, FedEx, Hermes) und Kreditunternehmen/Zahlungsdienstleister. Die Bewertungen der Shops sind in der Regel gefälscht.
  • In seltenen Fällen wurden auch aus einstmals seriösen Shops mit gültigem Siegel und guten Bewertungen plötzlich Fakeshops.
  • Recherchieren Sie im Netz zu der Domain und dem angeblichen Anbieter.
  • Sollten Sie bereits ein ungutes Gefühl haben, vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl und nehmen Sie lieber Abstand von einem Kauf. Lassen Sie sich nicht vom Schnäppchen verleiten!


Sollten Sie auf einen Fakeshop hereingefallen sein, sollten Sie unbedingt Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei erstatten, egal wie gering der Geldbetrag ist. Informieren Sie auch Ihre Bank oder Ihr Kreditinstitut. Ggf. kann eine Zahlung noch verhindert werden.

Bringen Sie Screenshots des Kaufes, Mailverkehr und Zahlungsbelege mit zur Anzeigenerstattung.

Weitere Informationen und Hilfe Rund um Fakeshops und Cybercrime finden Sie im Ratgeber Internetkriminalität der Polizei Niedersachsen:www.polizei-praevention.de
Bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen finden Sie ebenfalls Tipps zu Fakeshops.


Artikel-Informationen

12.02.2019

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