Straftaten zum Nachteil älterer Menschen

Betrugsstraftaten SäM - Allgemeine Informationen zum Phänomen


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Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (kurz: SäM) – schon mit diesem Oberbegriff wird deutlich, auf wen es die Täterinnen und Täter hauptsächlich abgesehen haben. Es sind die älteren Menschen unserer Gesellschaft, die im Bereich einiger Deliktsphänomene zur Zielscheibe geworden sind, in der Regel sind die Geschädigten über 60 Jahre alt.

Die Tatverdächtigen suchen sich gezielt Menschen dieser Altersgruppe aus, da sie die Opfer-Disposition gezielt ausnutzen, um für sich einen größtmöglichen Gewinn zu erzielen. Skrupellos nutzen sie das gerade bei älteren Menschen in hohem Maße vorhandene Vertrauen in die Polizei oder Amtspersonen. Sie rechnen damit, dass Menschen dieser Altersgruppe schneller zu verunsichern sind und setzen sie oftmals unter enormen Zeitdruck. Die Opfer leben nicht selten alleine und haben einen geringen sozialen Austausch, so dass die Tatverdächtigen wenig Widerstand erwarten. Abgesehen davon, dass die Geschädigten um ihr Vermögen gebracht werden, hinterlässt dieses Vorgehen nicht selten hohe Traumatisierungen und den totalen Verlust des Vertrauens. In vielen Fällen vertrauen sich die Geschädigten erst Wochen oder Monate nach der eigentlichen Tat einem Familienangehörigen, Bekannten o. ä. an.

Datenerhebung

Grundsätzlich sollten Aussagen zur Kriminalitätsentwicklung auf Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) basieren. Da für die einzelnen Phänomene des Deliktsfeldes der Straftaten zum Nachteil älterer Menschen jedoch keine belastbaren PKS-Zahlen vorliegen, können zur Beurteilung der Lagen mit aktuellem Tatzeitbezug ergänzend Fallzahlen der Eingangsstatistik herangezogen werden. Diese Lagezahlen basieren auf Daten der laufenden Bearbeitung im Vorgangsbearbeitungssystem NIVADIS. Die polizeilichen Ermittlungen in den zugrundeliegenden Fällen dauern vielfach noch an. Die vorliegende Datenbasis ist folglich nicht abschließend und unterliegt fortwährend Änderungen. Die veröffentlichten Tabellen beziehen sich daher nur auf die letzten Jahre, da im fortlaufenden Jahr keine konkreten Zahlen, sondern nur Tendenzen abgegeben werden können.

Phänomene

Unter den folgenden Links finden sich nähere Ausführungen zu den einzelnen hier ausgewählten Phänomenen. Sie sehen hier nur eine Auswahl der einzelnen Phänomene, die Liste ist nicht abschließend. Wie auch die gesellschaftlichen Umstände einen stetigen Wandel vollziehen, so sind auch die Täterinnen und Täter flexibel in der Auswahl ihrer Maschen und Legenden.
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Falsche Polizeibeamte

„Ja, Oberkommissar Neumann mein Name (…) es handelt sich um einen Notfall“ Im weiteren Gesprächsverlauf wird über einen angeblichen nächtlichen Einbruch in der Nachbarschaft des Angerufenen potentiellen Opfers informiert. mehr
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Enkeltrick

„Hallo Oma – weißt du wer dran ist?“ Der klassische Enkeltrick wurde mit der Zeit in den letzten Jahren um sämtliche Verwandtschaftsgrade und sogar um den Bekanntenkreis erweitert. mehr
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Falsche Gewinnversprechen

„Sie haben gewonnen!“ Mit diesem Begrüßungssatz am Telefon gelingt es den Täter meist sofort ihre volle Aufmerksamkeit zu erlangen. Wer hört nicht gerne, dass er eine Summe im hohen fünf- bis sechsstelligen Bereich gewonnen hat und das, ohne etwas dafür getan zu haben. mehr

Aufgabe des LKA in Bezug auf SäM

Der Bereich des Betruges fällt in den Zuständigkeitsbereich der Zentralstelle Wirtschaftskriminalität, die im Dezernat 31 des LKA Niedersachsen angegliedert ist. Die Ermittlungen im Bereich SäM werden größtenteils in den Flächendienststellen bzw. spezialisierten Inspektionen des Landes Niedersachsen geführt.

Aufgabe des LKA ist primär die Erhebung der Fallzahlen, was in einigen Phänomenbereichen durch monatliches Monitoring gewährleistet wird. Dadurch können sich wandelnde Maschen und Tendenzen relativ ad hoc festgestellt werden. Durch enge Zusammenarbeit mit der

Präventionsstelle des LKA können die gesammelten Informationen und Hinweise schnellstmöglich öffentlich gemacht werden.

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